Porträt: FilmConfect AG & FilmConfect Home Ent. GmbH
17. August. 2010
FilmConfect deckt mit zwei eigenständigen Unternehmen zwei unterschiedliche Bereiche ab: das digitale und das physische Geschäft. Die Umsätze kommen derzeit noch über das Geschäft mit DVD und Blu-rays. Mittelfristig soll sich das jedoch ändern.

Die Schweizer FilmConfect AG wurde im Jahr 2007 gegründet. Die Ziele waren klar formuliert: Durch den Börsengang sollten Anteilseigner gefunden und mit dem investierten Geld das geplante Geschäftskonzept umgesetzt werden. Dieses sah eine Konzentration auf die Bereiche Video-on-Demand, Download und Streaming vor. Nachdem sich die Geschäfte der FilmConfect AG anfänglich nicht so wie gewünscht entwickelten, verblieb keiner von den ursprünglichen Gründungsmitgliedern, und im August 2008 übernahm Christian Rönsch die AG-Steuerung als Geschäftsführer, mit den Schwerpunkten Vertrieb und Marketingkooperationen.

Neben ihm fungiert aktuell Martin Irnich als Verwaltungsrat der Gesellschaft. Er lenkt mit seiner langjährigen Erfahrung aus dem internationalen Lizenzhandel die strategischen Geschicke zwischen dem technisch Machbaren sowie wirtschaftlich Sinnvollen. Komplettiert wird die Führungscrew durch den Direktor Martin Schäfer, der in dieser Position für das Business Development und den TV-Lizenzeinkauf verantwortlich zeichnet. Aktuell konzentriert sich die Gesellschaft zum einen auf die digitale Vermarktung von Independentfilmen. "Wir sprechen mit zahlreichen Portalbetreibern, die sowohl über den entsprechenden Traffic verfügen, als auch das Angebot ihrer Plattform durch Filmdownload und Streaming erweitern wollen", umreißt Christian Rönsch das Aufgabengebiet derzeit. FilmConfect bringt als Dienstleister Technik, Content und das redaktionelle Know-how mit ein. "Gerade die notwendige Technik ist der Schlüssel zum Erfolg", betont Rönsch. Diese wollte FilmConfect eigentlich fremd einkaufen, stieß aber sehr bald auf Grenzen. "Nachdem kein Angebot unseren Ansprüchen gerecht wurde, haben wir uns dafür entschieden, eine eigene Technik zu entwickeln. An dieser haben wir über neun Monate gearbeitet und können nun komplett individualisierte Lösungen anbieten", so Rönsch.

Was sich im Nachhinein als Glücksfall erwiesen hat. "Die Anforderungen der Plattformbetreiber sind derart unterschiedlich, dass man mit einer Pauschallösung nicht weiter kommt. Unsere individuell zugeschnittenen Lösungen sind ein Alleinstellungsmerkmal, mit dem wir uns deutlich von anderen Unternehmen abheben", betont Rönsch. Das Angebot kann somit auch auf die Konsumgüterindustrie ausgeweitet werden. Er nennt ein fiktives Beispiel: "Warum sollte auf der Website von Milka nicht,Charlie und die Schokoladenfabrik  als Download angeboten werden?" Gerade für den Bereich Special Interest sieht er im digitalen Bereich großes Potenzial. Der eigene Webauftritt www.filmconfect.de ist eine Kooperation mit Movie Pilot im deutschsprachigen Raum. "Wir greifen auf deren Community zu und sorgen im Gegenzug für den notwendigen Content", nennt Rönsch die Aufgaben. Darüber hinaus wurde aktuell das Portal www.filmconfect.ch als Betaversion gelauncht. "Dort testen wir in einem Softlaunch in der Praxis unser Angebot, dass im Herbst als reguläre Version in Deutschland, Österreich und der Schweiz starten wird", erläutert Rönsch. Neben den eigenen Lizenzen hat FilmConfect Verträge mit weiteren Anbietern abgeschlossen, darunter 3L Film, Your Family Entertainment, Best Entertainment AG, Osiris Film, Diva.AG, MoreFilms, Black Hill Pictures oder Spirit Media. Zum Start im Herbst erhofft sich Rönsch ein Angebot von circa 1500 Titeln. Neben der eigenen Plattform und der White-Label-Dienstleistung ist das Lizenzgeschäft die dritte Säule der FilmConfect AG. Sprich: FilmConfect-Lizenzen in Plattformen wie maxdome, Videoload und iTunes zu integrieren. Bei aller digitalen Euphorie hielten sich die Umsätze der AG noch im überschaubaren Rahmen.

Daraufhin kam es im Mai zur Gründung der Filmconfect Home Entertainment GmbH in Potsdam Babelsberg. Bei dem komplett eigenständigen Unternehmen werden die aktuell circa 200 Lizenzen wie "Die Geschichte der O." oder "Kim und die Wölfe im physischen Geschäft abgewickelt. Rough Trade betreut MSH und expert, m(puls intainment den weiteren Fachhandel. In Österreich heißt der Vertriebspartner NSM und in der Schweiz Videophon AG. Amazon.de und die NTO-Outlets betreut die FilmConfect GmbH direkt. Logistik und Pressung stellt die kdg.

Das Portfolio wird permanent weiter ausgebaut. Bis zum Jahresende sollen es 250 Filme, Ende 2011 300 Filme sein. Die eine oder andere Neuheit geht auch in den Verleih wie die TV-Mini-Serie "Kill Point" oder auch die aktuelle Neuheit "2 Romeos für Julia - Alte Liebe rostet nicht". "Unser Augenmerk liegt jedoch auf dem digitalen Geschäft, denn Martin Irnich und ich sehen darin das zukünftige Vermarktungspotenzial. Solange sich das digitale Geschäft aber noch so schleppend anlässt, ist das physische Geschäft für uns sehr wichtig. Und wir werden die Kuh sicher melken, solange sie noch genügend Milch gibt", stellt Rönsch klar.
(Quelle: videomarkt)
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